Kosie´s D.I.V.E. Basis
Schwerin
Schwerin
So einen herrlichen Winter hatten wir schon seit Jahren nicht mehr. Wochenlang schmückt eine leuchtende Schneedecke das Land. Und je weiter östlich man kommt, desto niedriger sinken auch die Temperaturen. Die Müritz ist zeitweise komplett zugefroren. Unser befreundetes Tauchcenter Feldberg veranstaltet schon seit Wochen Eistauchen. Am zweiten Februarwochenende ist es dann auch bei uns soweit: Die Marina Süduferperle am Schweriner See friert zu.
Im Handumdrehen zaubert das Basisteam ein Eventprogramm aus dem Hut. Einstieg, Leinen-Sicherung, Heißgetränke und Bratwurst. Am Samstag geht’s los. Aus allen Richtungen kommen die Gäste. Manche verfolgen seit Tagen die Wettermeldungen in der Hoffnung auf dieses inzwischen doch seltene Vergnügen.

Wer sich vorher anmeldet bekommt einen Timeslot. Die Zweierteams werden am Steg über dem Hausparcours eingewiesen. Getaucht wird mit einer 40 Meter langen Sicherungsleine und einer Buddyleine. Regelmäßig fragt der Sicherungstaucher mit einem Ruck den Status ab. Zwei Rucke heißt okay. Heftiges mehrmaliges Rütteln hätte zur Folge, dass die Taucher sofort aus dem Wasser gezogen werden. Dafür steht extra ein zweiter Helfer zur Verfügung. Gebraucht wird er aber nicht. Nach zehn Minuten ist Umkehr, der Tauchgang soll 20 Minuten dauern, damit alle drankommen.
Über eine Aluleiter, die auf der 5-Meter-Plattform steht, geht es ins eisige Loch. Die Sicht reicht bis zum Grund. Toll! Da steht ja noch der Weihnachtsbaum von meinem letzten Tauchgang hier. Die Oberfläche wird stellenweise schon brüchig. Wir sind also gerade noch rechtzeitig gekommen. Unter Wasser gilt es zunächst, die Leinen zu ordnen. Dann kann der Tauchgang starten. Unser Radius ist ja verhältnismäßig klein. Wir kommen bis zur Parkbank und zur tiefen Plattform. Aber das macht überhaupt nichts. Das zwei bis drei Grad kalte Wasser ist glasklar. Wir haben bis zu 15 Meter Sicht. Es muss schon eine Weile her sein, dass ich den Parcours in der Rundumsicht so präzise erfassen konnte. Wir können bis hinter den PKW schauen. Etwas weiter links erfasst unser Blick das flache Holzwrack in ganzer Länge, dahinter die Telefonzelle und die mächtigen Dalben, die den Steg tragen. Normalerweise sitzen wir hier unseren Sicherheitsstopp ab, kennen die Stelle im Schlaf. Heute sind wir überwältigt. Wir blicken nach oben. Über uns sammeln sich Luftblasen unter der Eisschicht. Da vorn das Ausstiegsloch. Wir erkennen Udo und Jan-Lucas durch die Wasseroberfläche. Ja, wir kommen ja schon. Aber wir lassen uns sehr viel Zeit beim ansteuern der Leiter. Denn wir wollen von diesem schönen Tauchgang so viel wie möglich mitnehmen.
Als wir wieder in den warmen Klamotten sind, stehen wir noch eine Weile an der Basis zusammen. Bei heißer Grillwurst wird gefachsimpelt und der ein oder andere nächste Tauchgang geplant. Bei Kosie oder sonstwo …
Text & Fotos: Elmar Klemm

Kosie’s DIVE Basis ist bekannt für Flexibilität und Aufgeschlossenheit – auch anderen Tauchverbänden gegenüber. Daher wurde auch die Anfrage des VDST nach einer Kurslogistik sofort positiv beantwortet. Und so fand Ende August 2025 in Raben Steinfeld und Mueß ein viertägiger Kurs „Unterwasserarchäologie 1“ statt.Die 14-köpfige Gruppe hat sich von Donnerstag bis Sonntag in einer nahen Herberge einquartiert. Hier werden die Teilnehmer in einem eigens gemieteten Schulungsraum mit wissenschaftlichen Grundlagen, historischen Hintergründen, Rechtskunde und vor allem mit den Dokumentationsmethoden vertraut gemacht.
Mein bisheriger Tauchcomputer, mit dem ich als Einsteiger sehr zufrieden war, reichte für meine Bedürfnisse nicht mehr aus. Insbesondere die Einstellmöglichkeiten zu verschiedenen Dekompressionsmodellen waren nicht mehr ausreichend. Der LUNA 2.0 bietet mehrere Einstellmöglichkeiten zum Dekompressionsmodell. Insbesondere das Dekompressionsmodell von Bühlmann mit 16 Kompartiments mit frei wählbaren Gradientenfaktoren ist einstellbar. Mit diesem Modell rechnet meine Dekompressions-App, aber auch meine Buddies tauchen und berechnen mit diesem Modell. Der LUNA 2.0 bietet obendrein die Berechnung mit dem Blasenmodell. Einen weiteren großen Vorteil sehe ich darin, dass der Computer luftintegriert ist. Diese Argumente waren für mich kaufentscheidend.
Dann kann es ja rausgehen. Mehrmals legt Kosie mit seinem Einsatzboot ab, um die Taucher zum Wrack des historischen Lastenseglers rauszufahren. Jedem Team wurde vorher je ein Drittel des fast 30m langen Schiffs zugewiesen. Ebenso wurden vorher Aufgaben verteilt. Die meisten nutzen den ersten Tauchgang, um sich erstmal einen Überblick zu verschaffen. Absolut sinnvoll, um folgende Arbeiten sinnvoll planen zu können. Dann geht es wieder in den Schulungsraum. Diese Kurspremiere wird vom VDST einmalig abgenommen. Dazu ist der archäologische Leiter extra aus Frankfurt/Main angereist. Gerd Knepel hat viele Jahre die Dokumentationen der Kaffenkähne im Brandenburger Werbellinsee geleitet – genau da, wo Kosies Team diesen Sommer seine Sommerausfahrt hin gemacht hat. Mit spannenden Gesprächen beschließen wir den dritten Kurstag mit einer stimmungsvollen Grillparty auf Kosie’s Tauchbasis.
Zum Finale führt der passionierte Unterwasserfilmer und Produzent Jens-Uwe Lamm in das Thema Unterwasser-Film ein. Mit der langjährigen Erfahrung zahlreicher Dokumentationsfilme – auch über die Wracks im Schweriner See – spricht er über Kameraführung und Licht und erläutert, wie aus dem Material schließlich ein guter Film wird. Anschließend werden die Ergebnisse der vier Tage ausgewertet und dokumentiert. Beim abschließenden Bummel durch das angrenzende Freilichtmuseum für Volkskunde sind sich alle einig: Der Kurs in Unterwasserarchäologie hat gefordert und gefördert – und vor allem allen viel Spaß gemacht.
Es wird gemunkelt, dass es 2026 eine Wiederholung geben soll. Am Schweriner See … auf Kosie’s Tauchbasis. Der Kurs ist übrigens nicht auf VDST-Mitglieder beschränkt. Mitmachen kann jeder, der sich für Unterwasserarchäologie begeistert.
Text und Fotos: Elmar Klemm
Tauchabenteuer
Schwerin / Lesedauer: 6 min

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Kosi ist irgendwo untergetaucht. Ist man ja gewohnt von ihm. Auf dem Grund des Schweriner Sees lässt er sich treiben. Der Mann, der seit 15 Jahren eine Tauchschule leitet und mit vollem Namen Mario Kosielowsky heißt, war schon weltweit auf traumhaften Tauchgängen – in Australien, Ägypten, auf den Malediven. Was er dort sah, hat der See hier nicht zu bieten. Trotzdem zieht es ihn immer wieder hinein. Für ihn ist er alles andere als langweilig.
Am spannendsten sind für Kosi natürlich die Wracks und Dinge, die Menschen versenkt haben. Und davon befinden sich etliche gleich in der Nähe seiner Tauchschule, die den Namen Kosie’s D.I.V.E. Basis trägt und in Raben Steinfeld an der Südspitze des Schweriner Sees liegt. In zwei Meter Tiefe stößt man zum Beispiel auf eine umgekippte Telefonzelle, aus der einen manchmal Barsche anglotzen. Ein VW Derby, über den die Krebse spazieren, ruht in sieben Metern auf dem Seegrund. Ein paar Meter tiefer lässt sich ein 16-Meter Kajütboot entdecken.

Viele dieser Wracks sind mit einer Leine verbunden. So können sich die Taucher in der Dunkelheit von einem zum anderen hangeln. Das mächtige Segel der aufgetakelten Segelyacht„Schulz“ sehen sie aber schon von weitem. Kosi zeigt ein Bild davon. Faszinierend und unheimlich zugleich liegt es dort auf dem Grund. Segelboote gibt es unten noch in vielen Klassen und natürlich jede Menge weitere Wracks, zu denen auch ein Marinekutter gehört. Manche kleine Boote sind sogar beleuchtet.

„Wir haben mehre abwechslungsreiche Parcours unter Wasser erstellt, in unterschiedlichen Längen und Tiefen“, erzählt Kosi. „Für Anfänger und erfahrene Taucher. Da gibt es einen Hausparcour, eine kleine Wracktour und eine große Wracktour. Bei allen Routen folgt man einfach der Leine.“ Zum historischen Lastensegler aber führt kein Seil. Denn er liegt weiter weg von ihrer Tauch-Basis. „Das ist unser schönstes Wrack“, sagt Kosi. „Das knapp 27 Meter lange Schiff liegt in 18 Meter Tiefe vor der Insel Kaninchenwerder. Es ist ein erstklassiges Ziel fürs Wracktauchen und bietet tolle Fotomotive.“

Der Lastensegler befindet sich im Top-Zustand. Der Rumpf ist über die gesamte Länge erhalten, ebenso die Ankerwinde. Denkmalforscher gehen davon aus, dass es sich um einen über 100 Jahre alten Kaffenkahn handelt. Das waren Schiffe, die bis Anfang des 20. Jahrhunderts vor allem Baumaterial transportiert haben. Es wird vermutet, dass das Schiff aus dem Hamburger oder Berliner Raum kam und Ziegel von der Insel Ziegelwerder transportierte. Die Spitze des Lastenseglers weist genau in Richtung des Störkanals.

Der Schweriner See ist mit fast 25 Kilometer Länge der drittgrößte Binnensee Deutschlands. Da gibt es natürlich noch mehr zu entdecken für Taucher. Kosi erzählt von einem weiteren Lastensegler, den sie neuerdings unter die Lupe nehmen. „Der befindet sich bei der Reppiner Burg in 22 Meter Tiefe“, erzählt er. Natürlich gibt es nicht nur in der Nähe der Tauch-Basis was zu gucken. Auch im Norden, im Schweriner Außensee, liegt ein seltenes Relikt, das viele Taucher magisch anzieht – das Flugzeugwrack einer MIG-17 aus der russischen Besetzungszeit.
Auch dorthin bringt Kosi und sein Team Interessierte bei einem Tagesausflug. Wie ein Dartpfeil steckt der russische Jagdflieger, der 1954 abgestürzt ist, im 17 Meter tiefen Grund, erzählt er. Lange Zeit gab es Gerüchte, dass sich so ein Fliegerwrack im See befindet. Erst 2013 wurde es endgültig gefunden. Zwar ist das Technik-Denkmal von Muscheln besiedelt, dennoch sind Details wie Leitungen und Instrumente erkennbar. Eine Tragfläche ragt hervor, die andere liegt einige Meter neben dem Wrack und auf ihr prangt noch deutlich erkennbar ein roter Russenstern.

Es sind aber nicht nur die Wracks, die die Taucher im Schweriner See in ihren Bann ziehen. Ebenso Abwechslung bietet die Pflanzen- und Tierwelt. „Es macht Spaß, in der Mueßer Bucht im Uferbereich zu tauchen, wo in etwa fünf Meter Tiefe zahlreiche umgestürzte Bäume das Ufer säumen“, so der Tauchabenteurer. „Deren Äste reichen weit in den See hinein. Hier kann man riesige Schwärme von Barschen und Plötze beobachten. Und am Görslower Ufer herrscht bei klarer Sicht und Sonne in drei Metern Tiefe ein echtes Karibik-Feeling.“

Das Areal zieht nicht nur Tauchanfänger in seinen Bann. Wie lange dauert es eigentlich, bis man als Anfänger in den See kann? Muss man sich einen Sommer mit der Ausbildung ans Bein binden? „Keineswegs“, lautet Kosis Antwort. „Einen Tag geht es in den Pool, um im flachen Wasser wichtige Fertigkeiten zu lernen. Dann folgen zwei Tage Training im offenen Wasser. Nach vier Tagen Grundkurs kann es mit dem Geräte-Tauchen bis auf 18 Meter Tiefe und einem Body losgehen. Also mit jemandem, der das gleiche Level wie man selbst hat. Das kann der Freund sein, der Vater, die Tochter, Opa oder Enkel.“
Jeden Donnerstag ist bei Kosie’s D.I.V.E. Basis After-Work-Dive angesagt. Da kommen dann auch die hin, die gerade ihren Schein gemacht haben. Es ist also immer jemand da, mit dem man sich zusammentun kann. Am Abend sitzen die Taucher und Taucherinnen dann beisammen, grillen und erzählen sich, was sie so alles im See erlebt haben, welchen Lebewesen sie begegnet sind.
Die meisten Fische machen sich aus dem Staub, wenn sie Taucher sehen. So auch der Hecht. Hingegen gehen Zander gern auf Angriff. „Der männliche Zander bewacht seinen Laich und fühlt sich genervt, wenn man zu nahe herankommt“, weiß Kosi. „Deshalb ist es besser, Abstand zu halten, sie sind sehr angriffslustig.“ Wer den Hausparcours absolviert, wird einige von ihnen zu Gesicht bekommen. Bei Bootswracks und alten Paletten in elf Meter Tiefe befinden sich Nistplätze.

Kosi erzählt gern von einem befreundeten Taucher, der mal mit seiner Kamera so ein Tier fotografieren wollte. „Vielleicht hat der Zander sich im Apparat gespiegelt und gedacht, da ist ein Konkurrent. Jedenfalls hat er zugebissen. Die Linse war danach ordentlich zerkratzt, aber es sind tolle Aufnahmen geworden.“ Über solche Abenteuer wird noch lange geredet.
Ein weiteres Thema ist die Quagga-Muschel. Das eingewanderte Weichtier breitet sich massenweise im Schweriner See aus. „Sie nimmt einheimischen Muschelarten den Lebensraum und überlagert alles, auch die Wracks“, erzählt der Tauchschulen-Chef. Laut dem Naturschutzbund NABU soll es bereits in Berlin und Hamburg zu Problemen bei der Wasserversorgung von Binnenschiffen gekommen sein, da sich die Muscheln auf den Rümpfen anhefteten und dadurch auch die Rohrleitungen verstopften. Kraftwerke müssen die Muschelverstopfungen in ihren Abwasseranlagen bekämpfen.

Nicht nur Kosi ist genervt von der Muschel. „Wir möchten, dass unsere Unterwasserwelt intakt bleibt“, sagt er. „Deshalb sorgen wir auch für Flächen, an denen Fische laichen können. Wir versenken zum Beispiel Tannenbäume, in die Barsche ihren Laich reinhängen können. Später verstecken sich dort Aale drin. Das Ganze wird gut angenommen.“
Tauchen im Schweriner See – das fühlt sich für ihn jedes Mal anders an. Das Licht ändert sich, es gibt neue Eindrücke, neue Tiere, die auf einmal da sind. „Im Wasser kann ich zwischendurch dem Alltag entfliehen“, sagt Kosi. „Ein Tauchgang im See ist wie ein kleiner Urlaub. Bei mir sind das mittlerweile 2500 Kurzurlaube.“

Nach jahrelangen, weltweiten Taucherlebnissen blieb die Sehnsucht und Neugierde, Unbekanntes zu entdecken. Was kann spannender sein, als Gegenden zu erkunden, welche bisher kaum touristisch ausgelegt sind. Nach 1 1/2 jähriger Planung mit einem weiteren Tauchlehrer unserer Basis und Freund stand unsere Route nun fest.
Dongala in Zentralsulawesi- Indonesien sollte unsere Neugierde stillen.
Nach ca. 22 Stunden Anreisezeit über Doha und Jakarta, erreichten wir mit einem weiterem Inlandsflug nun fast das Ziel.
Von Palu aus erreichten wir Dongala in etwa einer Stunde mit dem Auto.
Hier, an der Westküste Zentralsulawesis, befindet sich das Prince John Dive Resort, die einzige Tauchbasis im Umkreis von 300 km. Das Resort liegt etwa 70 km südlich des Äquators an der Spitze der Palu-Bucht und bietet ganzjährig ideale Bedingungen für Taucher. Die Anlage verfügt über komfortable Unterkünfte und direkten Zugang zu unberührten Tauchplätzen.
Die Stadt selbst ist ruhig und entspannt, doch die wahre Schönheit liegt unter Wasser.
Besonders für Taucher ist deshalb diese Region ein Geheimtipp, denn die Gewässer rund um Dongala bieten spektakuläre Korallenriffe, eine faszinierende Artenvielfalt und fast Touristen.
Schon beim ersten Tauchgang wurden wir von der klaren Sicht (bis zu 30 Meter!) und der Vielfalt des Meereslebens überwältigt. Die sanft abfallenden Riffe sind mit farbenfrohen Korallen bewachsen und bieten Lebensraum für eine beeindruckende Artenvielfalt.
Fotomotive im Macro-Modus wurden nach jedem Tauchgang mit Tauchfreunden voller Euphorie geteilt. Eine gigantische Unterwasserwelt, teilweise kaum mit dem normalen Auge erkennbar, wurde so in einer prächtigen Farbenvielfalt für jedermann sichtbar.
Auch für Schnorchler ist Dongala ein Traum, denn das Hausriff beginnt direkt am Strand. Die Mischung aus weißen Sandstränden, ruhigem Wasser und unberührter Natur machte unsere Zeit in Dongala besonders entspannt.

Doch unserem kritischen Auge entging leider auch nicht das sowohl über, als auch unter Wasser acht-und hemmungslose Entsorgen sämtlichen Mülls. Das Konsumverhalten der Menschen in dieser Region ist mehr als besorgniserregend.
„Indonesien produziert jährlich unkontrollierten Plastikmüll, wovon etliche Tonnen im Meer landen“ (Quelle: Bericht des Umweltprogramms der Vereinten Nationen, 2020). Tendenz steigend.
Indonesien nimmt derzeit auf Platz 2, hinter China, die Spitzenposition als Verursacher des Plastikmülls ein.
Prävention, Recycling, Aufklärung, Abfallmanagement – Fehlalarm.
Ein doch eigentlich so atemberaubendes Paradies entpuppt sich hinter der Fassade vielerorts als ein große Mülldeponie.
Wichtig hierbei zu erwähnen ist, dass wir uns fernab von Touristenhochburgen befanden. In diesen wird dafür gesorgt, dass dieses Problem nicht sichtbar wird.
Ein großes Bedürfnis war ein kurzerhand organisiertes Unterwasser-Cleanup für uns alle. Wir wussten, dass unsere Aufräumaktion nur der kleine Tropfen auf dem heißen Stein sein wird.
Das Cleanup nahmen wir an dem Prince-John House-Reef vor.
In kleinen Buddey-Teams teilten wir uns auf, sodass wir einen Abschnitt von 15x 400m absammeln konnten. Nach einem einstündigen Tauchgang konnten wir ca. eine halbe Tonne Plastikmüll einsammeln, welcher von den Guides „ordnungsgemäß“ entsorgt wurde.
Mit dieser Aktion wollten wir ganz klare Zeichen setzen. In vielen Gesprächen mit unseren Guides und der Resortleitung konnten wir einige Präventivmaßnahmen vermitteln, wie zum Beispiel das Vermeiden von kleinen Plastikflaschen im Resort, indem man mit Wasser-Gallonen seine Mehrwegflasche befüllt oder das Aufsammeln des Mülls vom Strand und nicht Zurückfegen des Mülls vom Strand ins Meer uvm..
Es ist wichtig, klein anzufangen, um Großes zu bewirken. Redvan, der Basisbesitzer und Resortleiter nahm viele Hinweise von uns dankend an und versicherte uns, diese umsetzen zu wollen.
Wir hoffen sehr, dass er mit seinem Bekanntheitsgrad auch Einiges in der Region weitergetragen kann.
Während unseres Aufenthalts in Dongala führte uns unser Weg auch immer mal wieder nach Palu, die Hauptstadt der Provinz Zentralsulawesi. Obwohl die Stadt 2018 von einem schweren Erdbeben und Tsunami betroffen war, beeindruckte uns die Widerstandsfähigkeit der Menschen und die atemberaubende Natur der Region. Palu liegt malerisch an der Palu-Bucht, umgeben von Bergen und einer weitläufigen Küstenlinie. Wir erkundeten die Stadt, die sich immer noch im Wiederaufbau befindet. Trotzdem spürten wir eine positive Energie – die Märkte waren belebt, die Menschen freundlich und die lokale Küche köstlich.
Die Umgebung von Palu bietet spektakuläre Landschaften. Wir machten einen Ausflug zum Lindu-See, der mitten im Lore Lindu-Nationalpark liegt. Hier begegneten wir seltenen Vögeln und Schmetterlingen.
Ein weiteres Highlight war der Mantikole-Wasserfall, eine abgelegene Oase mitten im Dschungel. Das klare, kühle Wasser war perfekt für eine Erfrischung nach der Wanderung.
Zusätzlich besuchten wir einen abgelegenen Aussichtspunkt, welcher uns mit einem fantastischen Blick über Palu verwöhnte. Eine durch den Tsunami zerstörte Moschee ließ diese mächtige Naturgewalt nur erahnen.
Die Küche von Zentralsulawesi hat uns überrascht. Besonders beliebt ist Uta Dada, eine würzige Fischsuppe mit Kokosmilch, sowie Kaledo, eine kräftige Ochsenschwanzsuppe, die ursprünglich aus der Region Dongala stammt. Auf den lokalen Märkten probierten wir auch exotische Früchte wie Rambutan, Salakpalme und Drachenfrüchte.
In Dongala/ Palu wurden wir exotisch wahrgenommen. Touristen haben bisher selten bis gar nicht diese Gegend erkundet.
Immer wieder wurden wir angesprochen, um gemeinsame Selfies zu erstellen. Selbst ohne Ansprachen nahmen wir überall die Blicke und leichtes Gelächter wahr, was uns jedoch nie unhöflich oder aufdringlich erschien. Viele winkten uns aus ihren Autos oder Mopets zu und freuten sich über uns.
Am Abreisetag wurden wir am Flughafen vom Sohn des Gouverneurs und einer Bankdirektorin persönlich in der VIP-Lounche verabschiedet. Das erlebt man auch nicht jeden Tag!
Unser Fazit zur Reise:
Dongala ist ein wahres Juwel für Taucher, das noch weitgehend unentdeckt ist. Die Riffe sind in erstaunlich gutem Zustand, das Wasser ist warm und die Atmosphäre entspannt. Wer abseits der überlaufenen Tauchspots Indonesiens ein unberührtes Paradies sucht, sollte Dongala unbedingt auf die Liste.
Wir sind unglaublich warmherzig und liebevoll aufgenommen und versorgt worden. Wünsche wurden umgehend umgesetzt.
Die Zeit tickt dort etwas langsamer, aber hey, es ist Urlaub.
Palu und Zentralsulawesi sind vielleicht nicht die bekanntesten Reiseziele Indonesiens, aber sie haben uns mit ihrer Schönheit und Authentizität beeindruckt. Die Mischung aus Küste, Bergen und Kultur machte unseren Aufenthalt unvergesslich. Es war inspirierend zu sehen, wie die Menschen ihre Stadt nach der Katastrophe wieder aufbauen und mit Stolz in die Zukunft blicken.

Ich würde gern meinen Erfahrungsbericht zum Tauchcomputer SCUBAPRO LUNA 2.0 AI teilen. Vorab möchte ich sagen, dass ich für den Erfahrungsbericht kein Geld erhalte, ich bin nicht von SCUBAPRO beauftragt worden. Ich teile diesen Bericht, um anderen Tauchern, die auf der Suche nach einem passenden Tauchcomputer sind, die Entscheidung zu erleichtern. Ich bin SSI Open Water Instructor und tauche seit zweieinhalb Jahren. Meine derzeitige Taucherfahrung liegt bei ca. 300 Tauchgängen. Einen Großteil der Tauchgänge habe ich mit einem Tauchcomputer eines anderen Herstellers absolviert. Mit zunehmender Ausbildung (insbesondere Decompression Diving) stiegen auch die Anforderungen an meinen Tauchcomputer.
Mein bisheriger Tauchcomputer, mit dem ich als Einsteiger sehr zufrieden war, reichte für meine Bedürfnisse nicht mehr aus. Insbesondere die Einstellmöglichkeiten zu verschiedenen Dekompressionsmodellen waren nicht mehr ausreichend.
Der LUNA 2.0 bietet mehrere Einstellmöglichkeiten zum Dekompressionsmodell. Insbesondere das Dekompressionsmodell von Bühlmann mit 16 Kompartiments mit frei wählbaren Gradientenfaktoren ist einstellbar. Mit diesem Modell rechnet meine Dekompressions-App, aber auch meine Buddies tauchen und berechnen mit diesem Modell. Der LUNA 2.0 bietet obendrein die Berechnung mit dem Blasenmodell. Einen weiteren großen Vorteil sehe ich darin, dass der Computer luftintegriert ist. Diese Argumente waren für mich kaufentscheidend.
Der LUNA 2.0 bietet mehrere Einstellmöglichkeiten zum Dekompressionsmodell. Insbesondere das Dekompressionsmodell von Bühlmann mit 16 Kompartiments mit frei wählbaren Gradientenfaktoren ist einstellbar. Mit diesem Modell rechnet meine Dekompressions-App, aber auch meine Buddies tauchen und berechnen mit diesem Modell. Der LUNA 2.0 bietet obendrein die Berechnung mit dem Blasenmodell. Einen weiteren großen Vorteil sehe ich darin, dass der Computer luftintegriert ist. Diese Argumente waren für mich kaufentscheidend.
Die Installation des Senders ist aufgrund seiner vergleichbar geringen Größe denkbar einfach. Die Kopplung mit dem Computer ist selbsterklärend. Die Menüführung beim LUNA 2.0 mit zwei Knöpfen ist intuitiv bedienbar. Mit dem linken Knopf arbeitet man sich von Menüpunkt zu Menüpunkt, mit dem rechten Knopf bestätigt man den Menüpunkt, welchen man einstellen möchte oder man gelangt in das Untermenü.


Die Einstellungen zum Sauerstoffgehalt und Anzahl der Flaschen werden so zum Kinderspiel. Das Farbdisplay ist unter Wasser bei normalen Lichtverhältnissen sehr gut ablesbar. Eine zusätzliche Beleuchtung benötige ich hier nicht (siehe Abbildung 1). Bei schwierigeren Lichtverhältnissen lässt sich die zusätzliche Beleuchtung einstellen auf maximal 45 Sekunden. An dieser Stelle würde ich mir wünschen, dass die Beleuchtung dauerhaft zuschaltbar wäre. Grundsätzlich sind die meisten Informationen unter Wasser gut ablesbar. Lediglich die Anzeigen für die Dekompressionsstopps sind für meinen Geschmack etwas zu klein gehalten. Die Aufstiegsgeschwindigkeit wird mit einem Balkendiagramm dargestellt.
Dies war für mich gewöhnungsbedürftig, da mir mein vorheriger Computer die Aufstiegsgeschwindigkeit in Metern anzeigte. Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit habe ich mich jetzt daran gewöhnt. Wird die Aufstiegsgeschwindigkeit überschritten, erscheint eine gut lesbare Meldung auf dem Display mit der Aufforderung „SLOW“. Begeistert bin ich von den Warnmeldungen bei Überschreitung der maximalen Einsatztiefe oder bei der Überschreitung der RBT. Das Display wird leuchtend rot und ist nicht zu übersehen (siehe Abbildungen 2 und 3). Weiterhin gibt der Computer einen Alarmton ab. Alle nötigen Einstellungen unter Wasser, zum Beispiel der Wechsel auf das Dekompressionsgas, sind dank der großen Tasten auch mit dicken Handschuhen leicht durchzuführen.
Die dazugehörige App ist sehr gut gelungen. Nach der kinderleichten Kopplung mit Bluetooth kann man die letzten Tauchgänge in Sekundenschnelle auf das Smartphone übertragen. Im Logbuch sind dann alle wichtigen Angaben (Tiefe, Durchschnittstiefe, Dauer des Tauchgangs, Temperatur, AMV usw.) vorhanden. Eine automatische Übertragung in das Logbuch der SSI-App funktioniert leider nicht.
Zusammenfassend kann ich aus meiner Erfahrung sagen:
Positiv:
Bedienbarkeit
Einstellmöglichkeiten
Warnmeldungen
luftintegriert
App
Preis-Leistungsverhältnis
Neutral:
Ablesbarkeit
Displaybeleuchtungsdauer
Schnittstelle zur SSI-App
Negativ:
noch nichts gefunden
Mein Fazit lautet: Ich bin sehr zufrieden und würde mir den Computer jederzeit erneut kaufen.
Henner Adler OWI

Wie in jedem Jahr, so fand auch am 02.11.2024 die Diver´s Night an Kosie´s D.I.V.E. Basis statt. Der Tradition dieses Events folgend, sind um 20:24 Uhr viele Taucher gemeinsam ins Wasser gesprungen, um einen entspannten Nachttauchgang durchzuführen.
Bereits am Vormittag trafen wir uns, um gemütlich beieinanderzusitzen und uns auszutauschen. Wer nicht mehr fahren musste, genoss von Kosie selbst gemachtem Glühwein. Der Grill glühte, der Erbseneintopf war köstlich.
Es war und ist uns immer ein Herzenswunsch, dass die Einnahmen aus diesem Event einem guten Zweck zur Verfügung gestellt werden.
Wir habe eine Weile gegrübelt und uns nach Abwägung des Für und Wider für einen kleinen Verein entschieden, der ehrenamtlich schwer Erkrankten etwas Freude in das Leben bringt.
Ca. 20 Damen von ca. 10-80 Jahren nähen aus Baumwollstoff (Herrenhemden, Bettwäsche, Stoffballen etc.) die „Herzkissen“. Das sind mit Spezialwolle, die weich und flüssigkeitsabweisend ist, genähte Kissen in Herzform. Diese Kissen unterstützen Frauen, die an Brustkrebs erkrankt sind. Sie dienen der Polsterung, der Lagerung und der Unterstützung des Lymphabflusses. Auch für unsere Kleinen, die voller Kummer im Krankenhaus liegen müssen, wird genäht. Kleine Herzen, Stofftiere und weitere Seelentröster entstehen auf diese Weise. Für demenzkranke Menschen nähen die Damen „Nesteltücher“, so dass immer Beschäftigung gewährleistet wird.
Am 11.12.2024 haben sich nun Mario Kosielowsky („Kosie“), Dirk Peters und Marco Scherkus auf den Weg gemacht, um die Damen vom Verein „Wittenfördener Herkissen e.V.“ zu besuchen.
Wir wurden herzlich und mit Wärme empfangen. Man hat und die Räumlichkeiten gezeigt und erklärt, mit wieviel Mühe die Herzen entstehen. Man glaubt es kaum, die Damen nähen im Jahr ca. 4000 (!!!) Herzkissen. Auch wir haben uns vorgestellt und versucht, die Begeisterung für den Tauchsport zu transportieren.
Für uns allen bewegend war die Übergabe der Spende von 702, 00 EUR.
Wir, die Mitglieder der Tachbasis, sind uns sicher, dass wir mit unserer Spende genau die Richtigen getroffen haben.
Allen, die diesen Text lesen, ein Frohes Weihnachtsfest 2024.
Marco Scherkus


Top Dive Gesellschafter Kosie´s D.I.V.E. Basis spendete dem Hospiz Schloss Bernstorf eine Summe von insgesamt EUR 500,-. „Ich freue mich, dass auch in diesem Jahr wieder so viele Gelder zusammengekommen sind“, so Mario Kosielowsky, Inhaber der Kosie´s D.I.V.E. Basis. „Ich schätze die Arbeit aller Angestellten und ehrenamtlichen Helfern in den Hospizen sehr. Sie haben meinen größten Respekt“, erzählt Kosie weiter. Dirk Peters, Tauchlehrer an Kosie´s D.I.V.E. Basis und langjähriger Freund, terminierte kurzer Hand ein Zusammenkommen. Gemeinsam konnte schnell ein Spendenübergbetermin mit der Pflegedienstleitung Frau Katja Groth ausfindig gemacht werden.


Am 03.12.2023 reisten Mario Kosielowsky, Dr. Marco Scherkus und Dirk Peters zur dortigen Weihnachtsfeier an.
Im verschneiten Bernstorf angekommen, empfingen uns freudig gestimmte HelferInnen beim Tannenbaumschmücken, wohlriechende Weihnachtsdüfte aus kleinen Holzbuden durchzogen die Lüfte und friedliche Weihnachtsklänge durchzogen das schneebedeckte alte Schloss.
Ein traumhafter Ort, wenn man nicht die einzelnen Schicksale hinter den uralten Mauern vor Augen hat.
In Foyer des Schlosses loderte im offenen steinernen Kamin das Feuer. Eine wohlige Wärme durchzog das Haus und lud sowohl die Schlossbewohner als auch die HelferInnen und Gäste zum Aufwärmen und Verweilen ein.
Die Bibliothek diente schließlich als perfekten Rückzugspunkt zum Austausch und Übergabe des Spendenschecks.
Die MitarbeiterInnen und ehrenamtliche HelferInnen des Hospizes betreuen und versorgen abwechselnd an sieben Tagen rund um die Uhr die Patienten ganzheitlich palliativ physisch und psychisch.
Die Begleitung für die Betroffenen in dieser besonderen Lebenslage und die Trauerarbeit ist kostenfrei. Deshalb wird jede Spende dringend benötigt und kommt da an, wo sie am meisten gebraucht wird.
Mit Worten des Dankes durften wir im Anschluss den Tag auf dem Weihnachtsmarkt ausklingen lassen.
Kosie‘s D.I.V.E. Basis bedankt sich für den liebevollen Empfang und Einsicht in die so wertvolle Arbeit.


Über die Divers Night:
Das Ziel dieses Abends ist das gemeinsame Tauchen, aber bei uns auch der Spendenaufruf für ein soziales Projekt.
Die Divers Night ist ein internationaler Nachttauchgang am ersten Novembersamstag jeden Jahres. Dabei richtet sich die Einstiegszeit aller Taucher nach der Jahreszahl.
Gruppen von Tauchern melden sich auf der Internetseite www.diversnight.com an und arrangieren einen gemeinsamen Nachttauchgang. Durch ehrenamtliche Arbeit und hilfsbereite Sponsoren wird dieser Abend dann ermöglicht. Der „Divers Night Kuchen“, welcher anschließend gemeinsam verzehrt wird, ist ein wesentlicher Bestandteil dieses Abends, denn der Kuchen war es, weshalb die Divers Night einst gegründet wurde.

In Perth, die Hauptstadt und mit Abstand größte Stadt des australischen Bundesstaates in West Australia, begann unser 14tägiges Abenteuer. Beim gemeinsamen Abendessen im Hotel war die Freude, australischen Boden betreten zu haben, noch völlig unwirklich und die Vorfreude auf die kommende Zeit unglaublich. Trotz dieser überwältigenden Emotionen zwang uns unser Körper dennoch recht schnell, in den Nachtmodus zu wechseln – die Anreise steckte uns in den Knochen. Am nächsten Morgen erkannten wir erstmals bei Tageslicht die Schönheit dieser Naturerscheinung, mit welcher uns Perths am ersten Morgen empfing. Entlang des Swan Rivers, unter Palmen, neben Regenbögen und ständigem Wechsel zwischen Wind, Sonne und Regen stand uns eine mehrstündige Flussfahrt bevor. Kulinarisch wurde dies zusätzlich mit gutem Wein und Käse begleitet.
Aufgrund der klimatischen Bedingungen werden in Australien mehr als 140 verschiedene Rebsorten angebaut. Auf drei verschiedenen Weingütern konnten zusätzlich einige gute Rot-und Weißweine überzeugen. Perth ist historisch relativ jung. Die Stadt wurde am 12. August 1829 am Swan River nahe dessen Mündung in den Indischen Ozean von Captain James Stirling mit dem Ziel gegründet, die Franzosen von der Besiedlung des australischen Westens abzuhalten. Die Siedlung erhielt zunächst den Namen Swan River Colony (Quelle:Wikipedia). Nach weiteren 3 Tagen in und um Perth, unzähligen Parks und Sehenswürdigkeiten inkl. Überfahrt nach Rottnest Ireland stand uns der 2stündige Inlandsflug (wer möchte: 13 Autostunden) von Perth nach Exmouth bevor. Hier sollte unsere Reise nun ihren Höhepunkt erreichen.


Exmouth ist ein Ort in Western Australia mit etwa 2.800 Einwohnern. Exmouth wurde 1964 gegründet und nach Admiral Exmouth benannt, der die Gegend 1818 erforschte. Touristen kommen nach Exmouth wegen des westlich liegenden Cape-Range-Nationalparks und des der Küste vorgelagerten Ningaloo Riffs (Quelle: Wikipedia). Schon im Landeanflug waren deutliche Klimaveränderungen sichtbar und spürbar- türkisblaues Wasser und rostrote Landschaft. Bei ca. 30 Grad Celsius nahm der Winter langsam Abschied. 40 Grad Celsius und mehr sind im Sommer keine Seltenheit in dieser Küstenregion. Wir bezogen unsere Appartements. Beim Öffnen der lichtundurchlässigen Vorhänge wurden wir im wahrsten Sinne des Wortes sprachlos beim Anblick der Lage. Unsere Appartements befanden sich in mehreren Bungalows einer weitläufigen Hotelanlage in direkter Strandlage…
springende Buckelwale mit ihren Kälbern waren tagsüber in greifbarer Nähe. Im Dunkeln erahnten wir anhand durch das Aufprallen der Wale auf der Wasseroberfläche die Entfernungen zu ihnen. Die Appartements waren großzügig aufgeteilt. Durch die hochwertig ausgestattete Küche wurde die Selbstverpflegung für uns zum Kinderspiel. Nach Perth, einer millionengroßen modernen Metropole bot uns Exmouth alles, was „der Seele baumeln lassen“ jeglichen Freiraum bot…und, es standen uns Tauchgänge bevor, wonach wir uns so sehr sehnten. Werden unsere Erwartungen erfüllt?
In den kommenden 10 Tagen haben wir insgesamt 11 Tauchgänge im Ningaloo Reef absolviert. Leider konnten wir am ersten Tag aufgrund der Witterungsbedingungen keine Tauchgänge durchführen, was uns die Laune jedoch nicht verdorben hat. Somit hatten wir am ersten Tag genügend Zeit, die Umgebung zu erkunden und Pläne für die nächstkommenden Abende zu schmieden.
Das Ningaloo Reef ist ein über 250 km langes Korallenriff an der Westküste Australiens und zählt heute zum UNESCO-Welterbe. Es erstreckt sich entlang der „Coral Coast“ und liegt – anders als zum Beispiel das berühmte Great Barrier Reef – ungewöhnlich nah vor der Küste (Quelle: Wikipedia).
Der gut organisierte Bustransfer vom Hotel zum Anlegesteg unseres Tauchbootes erlaubte uns morgens täglich eine ca. 20minüte Zeitreise durch die Innenstadt Exmouths vorbei an angelegten Kanälen mit architektonisch modernen und neugebauten Eigenheimen bis hin zu in die Jahre gekommenen Wohnwagen. Entlang steppeähnlichen Landschaften mit Termitenhügeln erahnten wir die Temperaturveränderungen in den Sommermonaten. Angekommen am Tauchboot empfing uns morgens eine gutgelaunte Guide- und Bootscrew. Bei ordentlichem Wellengang bereiten wir unser Equipment vor für den ersten Tauchgang (Checkdive) vor.




Vor Antritt der Reise stand jedem zur Wahl, ob und wenn ja, welches Equipment man sich vor Ort für die Zeit unserer Tauchgänge ausleihen möchte. Unsere Empfehlung im Nachhinein ist, sich bei individuellen Wünschen oder bestimmten Sonderanfertigungen auf das eigene Equipment zu verlassen. Die Tauchausrüstung vor Ort ist solide, jedoch nicht mehr auf dem neusten Stand.
Das Ningaloo Reef bot uns atemberaubende und einzigartige Tauch-und Schnorchelerlebnisse. Unter den Hunderten von Arten von Rifffischen und Hartkorallen (soweit das Auge reicht), die das Riff zu ihrer Heimat machen, beherbergen die Gewässer vor Coral Bay das ganze Jahr über eine Population von Mantarochen, grünen Schildkröten, Seeschlangen, Tümmlern, Seekühen und Riffhaien – um nur einige zu nennen. Mit maximal 15 Meter Tauchtiefe waren die Tauchgänge nicht tief, jedoch spektakulär. Wir hatten das Glück, dass einige unserer Tauchgänge von Walgesängen begleitet wurden. Ein unbeschreibliches Gefühl, welches man erlebt haben muss und niemand einem mehr nimmt. Beim Schnorcheln sind wir auf Tuchfühlung mit zwei Walhaien gegangen. Ein Schwertfisch und Schwarzhai durchkreuzten dabei unsere Bahnen. Die Kombination aus allem sind selten und unglaublich beeindruckend.
Die Giganten der Meere, so nah, wunderschön anzusehen, so groß und friedlich und doch so gefährdet…
Während unserer Bootsausfahrten zu den Tauchspots wurden wir immer wieder von Buckelwalen begleitet. Sanft aus- und wieder einatmend beobachteten wir ihre Schwimmrichtung. Leise und kaum regend wollten wir diese Giganten nicht vertreiben, konnten jedoch beim Springen und auf der Wasseroberfläche aufklatschend unsere Emotionen nicht halten.
Die Zeit in Exmouth war für jeden von uns einzigartig. Als Gruppe von insgesamt 14 Gästen (davon 2 Nichttaucher) verbrachten wir tagsüber die Zeit zusammen auf dem Boot und beim Tauchen, dennoch hatte jeder von uns den Rest des Tages genügend Zeit und Freiraum zur Selbstentfaltung. Alles konnte, nichts musste. Lange Strandspaziergänge ließen Spielraum zum Träumen und Verarbeiten. Gemeinsame Abende im Restaurant, mit wirklichem extrem gutem Essen oder beim Kangaroo-BBQ am Strand machten alles rund.
Alles hat jedoch irgendwann einmal ein Ende. Der Rückflug nach Perth und somit die Trennung der Gruppe stand nach 10 erlebnisreichen Tagen wieder an.
In Perth angekommen ließen wir bei erneut gutem Essen in einem indischen Restaurant die ersten Erinnerungen Review passieren. Einige Mitreisende zog es nun wieder in die Heimat. Der ein oder andere plante von Perth aus weitere Aktivitäten. So zog es ein Pärchen direkt auf eigene Faust mit einem Wohnmobil für zwei weitere Wochen ins Outback. Andere erforschten sowohl die Hauptstadt Australien, Melbourne, dann weiter über Sydney nach Cairns. Andere hielten sich in und um Brisbane auf.
Mit etwas Abstand und dem Alltag einholend zurückblickend haben wir großartige Eindrücke gesammelt, haben faszinierende Tauchgänge erlebt, wirklich richtig gut gegessen und getrunken. Es war eine Zeit und Erfahrung, welche niemand von uns missen möchte.
Kann ich Australien weiterempfehlen?
Ja, auf jeden Fall. Die Menschen sind unglaublich (ehrlich) freundlich. Das Klima ist sehr unterschiedlich (gut vorbereiten, sonst Shopping vor Ort notwendig), kulinarisch wird jedem etwas geboten. Ob Metropolen oder Outback… wenn möglich, unbedingt erleben!
Würde ich die Reise wieder machen?
Ja und nein. Australien ja. Perth, Exmouth haben wir gesehen und kennengelernt. Australien hat noch so viel mehr zu bieten. Wir sind einfach zu neugierig, um Gleiches ein zweites Mal zu machen.


















Kosies Dive Base freut sich, einen aufregenden Rückblick auf
unsere erfolgreiche Tauchreise nach Gozo vom 24.09-01.10.2023
präsentieren zu können. Mit einer engagierten Gruppe von 8
passionierten Tauchern hatten wir das Privileg, die beeindruckende
Unterwasserwelt dieser maltesischen Insel zu erkunden.
Die Bedingungen für unsere Tauchgänge hätten nicht besser sein
können. Klares Wasser mit Sichtweiten von 15 Metern und mehr,
angenehme Wassertemperaturen von 25 Grad Celsius und eine
warme Atmosphäre mit 26 Grad Celsius schufen optimale
Voraussetzungen für unvergessliche Taucherlebnisse. Die Sonne
begleitete uns während der gesamten Reise und verstärkte das
positive Taucherlebnis.
Unsere Diveguide war ein absoluter gewinn für diese Tauchreise.
Mit Ihrer professionellen Art, guten Kenntnissen über die lokalen
Gewässern und einer absolut herausragenden Art unter Wasser
führte Sie die Tauchgruppe zu tollen Tauchspots und schuf so ein
tolles Erlebnis.
Die Wracktauchgänge waren zweifellos Höhepunkte der Reise. Die
Erkundung der P29, Um El Faroud, MV Karwela, MV Cominoland
und der Hephaestus bot nicht nur faszinierende Einblicke in die
maritime Geschichte der Region, sondern auch atemberaubende
Unterwasserlandschaften.

Zusätzlich zu den Wracks erkundeten wir den malerischen Inland Sea, einen natürlichen Meeresbogen, der zu einer Lagune führt.
Hier erlebten wir eine faszinierende Unterwasserlandschaft mit einer reichen Vielfalt an Meereslebewesen. Die Ta Cent Caves stellten ein weiteres herausragendes Ziel dar, das unsere Gruppe mit einer einzigartigen topografischen Formation und einer beeindruckenden Meeresfauna fesselte.
Kosies Dive Base möchte sich herzlich bei allen Teilnehmern bedanken, die diese Reise zu einem unvergesslichen Erlebnis
gemacht haben. Wir freuen uns darauf, auch in Zukunft mit euch weitere Abenteuer in den Tiefen der Meere zu erleben.

Medizinische Leitlinien sind systematisch entwickelte Empfehlungen, die von Fachexperten erstellt werden, um Gesundheitsdienstleistern, Patienten und Entscheidungsträgern in der Gesundheitsversorgung evidenzbasierte Handlungsanweisungen zu bieten. Diese Richtlinien basieren auf einer sorgfältigen Analyse der verfügbaren
wissenschaftlichen Evidenz und klinischen Erfahrungen. Ihr Hauptziel ist es, die Qualität der medizinischen Versorgung zu verbessern, indem sie klare, aktuelle und konsensbasierte Handlungsanweisungen für spezifische medizinische Situationen oder Erkrankungen bereitstellen. Medizinische Leitlinien dienen als Leitfaden für die Entscheidungsfindung in der klinischen Praxis und unterstützen die Standardisierung von Entscheidungsfindung Behandlungsansätzen, um eine optimale Patientenversorgung zu gewährleisten.
Die Leitlinie für Tauchunfälle ist ein umfangreiches Dokument, das einen strukturierten Leitfaden für die optimale Handhabung von Tauchunfällen bietet. Von der Definition und Pathophysiologie bis zur Prävention, Symptomen und Diagnose, Therapie, Rehabilitation, Tauchtauglichkeit nach Unfällen sowie Qualitätsmanagement – jedes Hauptkapitel widmet sich spezifischen Aspekten. Die Leitlinie legt nicht nur klare Handlungsanweisungen für Ersthelfer und medizinisches Fachpersonal fest, sondern bietet auch detaillierte Informationen zur Anwendung von Sauerstofftherapie, Transport, Druckkammerbehandlung und Rehabilitation.

Darüber hinaus berücksichtigt sie Qualitätsmanagementaspekte, um eine kontinuierliche Verbesserung zu gewährleisten. Durch ihre klare Struktur und praxisorientierte Ausrichtung dient diese Leitlinie als unverzichtbares Werkzeug für die Sicherheit und das Wohlbefinden von Tauchern in Notfallsituationen.

– Komplett überarbeitetes Kapitel zur Pathophysiologie: Die neueste Aktualisierung der Leitlinien beinhaltet eine umfassende Überarbeitung des Kapitels zur Pathophysiologie von Tauchunfällen. Neue Erkenntnisse aus Forschung und Praxis wurden integriert, um ein tieferes Verständnis für die physiologischen Auswirkungen von Tauchunfällen zu vermitteln.
– Komplett neues Kapitel Prävention:
Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf der Prävention. Die aktualisierten Leitlinien legen besonderen Wert auf das Skillsset der Taucher sowie auf tauchmedizinische Untersuchungen. Die Intention ist, dass eine fundierte Ausbildung mit daran anschließenden regelmäßigen Training der Fertigkeiten und regelmäßige medizinische Untersuchungen dazu beitragen, Unfälle zu vermeiden.
– Änderungen zur Sauerstoffgabe:
Der Ablauf für Notfälle wurde präzisiert, insbesondere im Hinblick auf die Sauerstoffgabe. Die neuen Leitlinien definieren klare Verfahren, um die effektive Verabreichung von Sauerstoff in Notfällen zu gewährleisten und stufen diese nach Effektivität ein.
– Kleine Änderung im Dokument „Flussdiagramm“, der 5-Min-Neurocheck wurde komplett ersetzt: Eine Anpassung betrifft den Neurocheck. Dieser wurde durch eine Checkliste des VDSTs ersetzt.
Im „Flussdiagramm Erste Hilfe bei Tauchunfällen“ wurden kleine Änderungen und Korrekturen vorgenommen.
Die Aktualisierung der Leitlinie für Tauchunfälle unterstreicht die grundlegende Bedeutung von Prävention als beste Medizin. Ein regelmäßiges Training der Fertigkeiten und regelmäßige Untersuchungen beim Taucharzt sind entscheidende Elemente, um die Gesundheit von Tauchern zu gewährleisten. Parallel dazu betont das Divers Alert Network (DAN) ähnliche Forderungen, unabhängig von dieser Leitlinien, und unterstreicht damit die Notwendigkeit dieser beiden Punkte.
Besonders hervorzuheben ist die Überarbeitung der Sauerstoffgabe. Zwar stehen High Flow Masken/Systeme noch in der Leitlinie, jedoch werden andere, effizientere Systeme empfohlen.
Diese Neuerung verdeutlicht den Fokus auf praxisorientierte, effektive Maßnahmen im Notfall. Die Take Home Message lautet daher: Prävention ist der Schlüssel zur Sicherheit, regelmäßiges Training und medizinische Vorsorge sind unerlässlich, und die Anpassungen in der Sauerstofftherapie unterstreichen die fortlaufende Verbesserung der Tauchmedizin.
Tauchen Sie sicher und genießen Sie die faszinierende Unterwasserwelt mit einem Bewusstsein für die neuesten Sicherheitsrichtlinien.

Autor:
Tobias Blank
Tauchlehrer und Notfallsanitäter